Die afghanischen Sicherheitsbehörden haben einen Bericht der UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) über die "systematische Folter" von Gefangenen in mehreren Haftzentren zurückgewiesen. Sowohl das Innenministerium in Kabul als auch der afghanische Geheimdienst bestritten am Dienstag, systematisch Elektroschocks, die Bedrohung mit sexuellem Missbrauch oder das Ausreißen von Finger- oder Zehnägeln einzusetzen. Laut dem am Vortag veröffentlichten UNAMA-Bericht gibt es nach der Befragung von 379 Gefangenen "erdrückende Beweise" für die Folter.