Anders als in vielen Teilen der Welt und besonders Europas wird die Wirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent in diesem Jahr ordentlich wachsen - und zwar nach Angaben der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) in allen Ländern.
Anders als in vielen Teilen der Welt und besonders Europas wird die Wirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent in diesem Jahr ordentlich wachsen - und zwar nach Angaben der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) in allen Ländern. "In allen Staaten gibt es Wachstum, und das ist das Wichtigste: Es gibt kein einziges Land in Afrika im roten Bereich", sagte der Chef-Ökonom der AfDB, Mthuli Ncube, in Johannesburg. Selbst die Länder mit schwachem Wachstum stünden immer noch besser da als die in Europa.
Der Prognose der AfDB zufolge wird das Wachstum in den Staaten südlich der Sahara in diesem Jahr 5,3 Prozent und im kommenden 5,4 Prozent betragen. Ohne Südafrika betrüge das durchschnittliche Wachstum in der Region sogar 6,3 Prozent in beiden Jahren. Südafrikas Wirtschaft sei international stärker verflochten als die Wirtschaft anderer afrikanischer Länder und daher anfälliger für die Krisen der Industrieländer, erläuterte Ncube. Das Wachstum falle dort daher bescheidener aus.
Die Krise in Europa sei aber nicht ohne Auswirkungen auf Afrika, sagte Ncube. Ein Rückgang des Wachstums um ein Prozent dort könne leicht den Rückgang um ein halbes Prozent in Afrika nach sich ziehen, weil weniger Touristen kämen, weniger Rohstoffe gekauft und weniger Investitionen getätigt würden.
Das schwächste Wachstum in diesem Jahr mit 0,8 Prozent prognostiziert die Entwicklungsbank Swasiland. Im Norden des Kontinents sei die Entwicklung gut, sagte Ncube: "Tunesien wächst, Ägypten wächst, Libyen wächst spektakulär." In der Elfenbeinküste, in Sambia, Äthiopien, Ruanda, Angola, Mosambik, Ghana und Liberia erwartet die AfDB ein Wirtschaftswachstum zwischen sieben und acht Prozent.