. .
News am 30.05.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
4. November 2010, 09:09 Uhr

Lufthansa lässt A380-Maschinen trotzdem fliegen

Nach dem Zwischenfall bei einem Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas lässt die Lufthansa ihre Maschinen des Typs weiterfliegen.

Nach dem Zwischenfall bei einem Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas lässt die Lufthansa ihre Maschinen des Typs weiterfliegen. Von den drei A380 der Lufthansa seien derzeit zwei in der Luft, sagte ein Sprecher der Airline der Nachrichtenagentur AFP. Der Flugbetrieb mit den drei Maschinen werde normal aufrecht erhalten.

Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Ein A380 der australischen Fluglinie Qantas hatte am Donnerstagmorgen wegen technischer Probleme in Singapur notlanden müssen. Bei dem bislang schwersten Zwischenfall mit dem A380 wurde keiner der 459 Insassen verletzt, wie die Behörden in Singapur am Donnerstag mitteilten. Qantas nahm seine A380-Maschinen vorerst aus dem Verkehr, während der Hersteller Airbus den Vorfall als "bedeutend" bezeichnete.

Kurz nach dem Start in Singapur habe er einen Knall wie bei einer Explosion gehört, sagte der deutsche Passagier Ulf Waschenbusch des Fluges QF32 nach der Notlandung der Nachrichtenagentur AFP. "Ich schaute aus dem Fenster und sah Flammen" am linken Flügel. Vor der Rückkehr nach Singapur drehte der Pilot des zweistöckigen Flugzeugs demnach mehrere Runden und ließ Kerosin ab. "An Bord waren alle merkwürdig ruhig", berichtete Waschenbusch. Während sich die 26-köpfige Besatzung um die 433 Passagiere kümmerte, habe er sich "in guten Händen gefühlt".

Der Airbus hatte über der indonesischen Insel Batam unmittelbar südlich von Singapur nur sechs Minuten nach dem Start Probleme bekommen und kehrte daraufhin auf den Changi-Flughafen zurück. Die Maschine hatte ursprünglich ins australische Sydney fliegen sollen. Qantas nannte einen "erheblichen Maschinenschaden" als Grund für die Notlandung. Auch die indonesischen Behörden gaben einen Motorschaden als Grund für den Zwischenfall an.

Wie ein AFP-Reporter am Flughafen beobachtete, strömte während der Notlandung an der Unterseite des Flugzeugs Rauch aus. Eines der Triebwerke an der linken Tragfläche sah aus, als sei es explodiert. Sechs Feuerwehrwagen eilten nach der Landung zu dem Flugzeug.

Der Augenzeuge Noor Kanwa auf der Insel Batam sagte, er habe eine laute Explosion am Himmel gehört. Dann seien Metallteile herabgestürzt. Sie seien in einem Industriegebiet gelandet. Ein indonesischer Fernsehsender zeigte Bilder der am Boden liegenden Metallteile, auf denen ein Teil des rot-weißen Qantas-Symbols zu sehen war. Ein weiterer Augenzeuge sprach von drei oder vier Metallbruchstücken, die mindestens einen Meter lang gewesen seien.

Die Fluglinie Qantas erklärte, dass sie die sechs A380-Maschinen ihrer Flotte nicht mehr einsetzen werde, bis die Ursache für die Notlandung geklärt sei. Die Bestellung von 20 weiteren Maschinen dieser Art werde jedoch nicht gestoppt. Qantas ist eine von fünf Fluglinien, die das Riesenflugzeug Airbus A380 einsetzt. Auch bei Lufthansa, Air France, Emirates Airlines und Singapore Airlines ist der Jumbojet Teil der Flotte. Emirates und Air France teilten ebenfalls mit, ihre A380-Maschinen weiter einzusetzen.

Der Hersteller Airbus mit Sitz in Frankreich bezeichnete den Vorfall auf AFP-Anfrage als "bedeutend". Allerdings seien die Riesenmaschinen für solche Fälle mit vier Motoren ausgerüstet. Der Hersteller der Motoren, das britische Unternehmen Rolls-Royce, teilte mit, gemeinsam mit Qantas die Ursache für die Probleme untersuchen zu wollen.

Mit dem größten Passagierflugzeug hatte es in der Vergangenheit bereits technische Schwierigkeiten gegeben, allerdings bislang nicht von dieser Schwere. Im September 2009 musste ein A380 von Singapore Airlines wegen einer Motorpanne auf dem Weg nach Paris umkehren. Air France musste zwei Monate später eine Maschine wegen Problemen mit der Navigationselektronik umkehren lassen.

AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Triebwerkschaden Riesen-Airbus A380 muss notlanden

Schwerer Zwischenfall beim Flug eines A380: Der Qantas-Airbus mit 459 Menschen an Bord ist nach einem Triebwerksausfall in Singapur notgelandet. Augenzeugen berichteten von einer Explosion. mehr...