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News am 29.05.2012
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15. Februar 2012, 13:58 Uhr

Aktivisten im syrischen Homs nutzen Brieftauben

Syrische Aktivisten in der praktisch von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt Homs greifen in ihrer Verzweiflung auf uralte Traditionen zurück: Um miteinander zu kommunizieren, lassen die Oppositionellen in den belagerten Stadtteilen Brieftauben zum Einsatz kommen.

Syrische Aktivisten in der praktisch von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt Homs greifen in ihrer Verzweiflung auf uralte Traditionen zurück: Um miteinander zu kommunizieren, lassen die Oppositionellen in den belagerten Stadtteilen Brieftauben zum Einsatz kommen. "Von den Aktivisten in Alt-Homs an die in Baba Amr, lasst uns wissen, was Ihr an Hilfslieferungen, Medizin und Nahrungsmitteln braucht", heißt es in einer am Fuß einer Taube befestigten Nachricht, wie auf Videos im Internetportal Youtube zu sehen ist. "Wir werden sie Euch zukommen lassen, so Gott will."

"Wir danken Baschar, dass er uns zurück ins Mittelalter befördert hat", sagte der Aktivist Omar sarkastisch mit Blick auf Präsident Baschar al-Assad, der sich seit knapp einem Jahr Protesten ausgesetzt sieht, die er blutig niederschlagen lässt. Obwohl sie nicht weit voneinander entfernt sind, können sich die Aktivisten in Homs nach eigenen Angaben wegen der Truppenpräsenz nicht auf die Straße wagen. "Sie haben Homs in ein großes Gefängnis verwandelt", sagte Omar. Der Briefwechsel funktioniert aber: "Eure Nachricht hat uns erreicht. Lang lebe Syrien, nieder mit Baschar al-Assad", heißt es in einer Antwort.

AFP
 
 
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