Eine Woche nach dem gewaltsamen Polizeieinsatz gegen demonstrierende Ureinwohner haben die Amazonas-Indianer in Bolivien ihren Protest gegen ein umstrittenes Straßenbauprojekt wieder aufgenommen. Mehrere hundert Teilnehmer hätten am Samstag in der Stadt Quiquibey einen Protestzug geformt, sagte Organisator Rafael Quispe der Nachrichtenagentur AFP. Sie marschierten in Richtung der etwa 300 Kilometer entfernten Hauptstadt La Paz. Die Ureinwohner wollen mit ihrer Aktion gegen eine etwa 300 Kilometer lange Straße protestieren, die durch ein Naturschutzgebiet führen soll, in dem 50.000 Amazonas-Indianer leben.