Die beiden Favoriten für die erste Runde der Präsidentenwahl in Frankreich, der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und der sozialistische Kandidat François Hollande, haben ihre Stimme abgegeben.
Die beiden Favoriten für die erste Runde der Präsidentenwahl in Frankreich, der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und der sozialistische Kandidat François Hollande, haben ihre Stimme abgegeben. Sarkozy wählte in der Hauptstadt Paris, während Hollande seine Stimme in seinem Wahlkreis Tulle in der Region Corrèze abgab. Die Beteiligung an der Wahl lag am Mittag zwar niedriger als zum gleichen Zeitpunkt 2007, dennoch aber höher als erwartet.
Sarkozy gab seine Stimme in Begleitung seiner Ehefrau Carla Bruni-Sarkozy in einem Gymnasium im 16. Arrondissement ab. Bei der Abstimmung ließ er seiner Frau den Vortritt und begrüßte in dieser Zeit die Wahlhelfer. Vor der Presse gab er keine Erklärung ab.
Hollande nannte die Wahl bei der Stimmabgabe einen "wichtigen Moment" in der Geschichte Frankreichs. Er sei erwartungsvoll, engagiert, aber vor allem voller Respekt vor der Entscheidung der Franzosen, sagte der 57-Jährige, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Valérie Trierweiler wählte.
Bis zum Mittag zeichnete sich eine geringere Beteiligung als vor fünf Jahren ab, allerdings lag sie höher als erwartet. Nach Angaben des Innenministeriums in Paris lag die Wahlbeteiligung am Mittag bei 28,29 Prozent, dies war der zweithöchste Wert bei einer Präsidentenwahl seit 1981. Bei der Wahl 2007 hatte die Beteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 31,21 Prozent gelegen.
In Frankreich sind 44,5 Millionen Wähler aufgerufen, sich zwischen insgesamt zehn Kandidaten zu entscheiden. Die Umfragen sehen Hollande mit rund 29 Prozent vor Sarkozy mit etwa 26 Prozent. Für die wahrscheinliche Stichwahl am 6. Mai sagen die Meinungsforscher einen klaren Sieg des Sozialisten voraus.