Angeblich auch Organspende-Manipulationen in Leipzig

1. Januar 2013, 19:03 Uhr

Auch am Transplantationszentrum in Leipzig soll es nach Informationen der "Bild"-Zeitung Manipulationen bei der Organspende gegeben haben.

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Auch am Transplantationszentrum in Leipzig soll es nach Informationen der "Bild"-Zeitung Manipulationen bei der Organspende gegeben haben. Die Zeitung berichtet, in den Akten seien Patienten absichtlich kränker dargestellt worden, um deren Chancen auf ein Spenderorgan zu erhöhen. Konkret habe das Zentrum in den Jahren 2010 und 2011 mehr als 30 Patienten fälschlich als Dialyse-Patienten ausgegeben. Ob die behandelnden Ärzte dafür womöglich eine Gegenleistung erhielten, sei nicht bekannt.

Das Zentrum war bislang telefonisch nicht erreichbar. Die "Bild-Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf das Ergebnis einer routinemäßigen Untersuchung der Unterlagen des Leipziger Zentrums durch eine Prüf-Kommission der Kassen, Kliniken und Ärzte. Die zuständigen Aufsichtsbehörden seien eingeschaltet, der Leiter des Zentrums und zwei verantwortliche Oberärzte seien suspendiert worden.

Im Sommer vergangenen Jahres war ein Organspende-Skandal an der Uni-Klinik in Göttingen aufgeflogen. Dort sowie auch in Regensburg sollen durch die Manipulation von Krankenakten bestimmte Patienten bei der Organspende bevorzugt worden sein.

AFP