Im Berufungsprozess um die in Italien wegen Mordes an einer britischen Mitbewohnerin verurteilte US-Studentin Amanda Knox hat die Staatsanwaltschaft der Angeklagten eine beispiellose Medienkampagne vorgeworfen. Staatsanwalt Giuliano Mignini sagte vor dem Gericht in Perugia: "Haben sie jemals einen Angeklagten gesehen, der eine große PR-Agentur anheuert?" Knox habe eine Kampagne im Wert von einer Million Dollar hinter sich. "Und das soll diejenige sein, die von den Medien 'gekreuzigt' wurde", fügte Mignini in Anspielung auf das Plädoyer der Verteidigung vom Vortag hinzu.