Die von der internationalen Polizeiorganisation Interpol ausgeschriebene Fahndung nach Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange ist nach Ansicht seines Anwalts möglicherweise eine Reaktion auf die neuesten Enthüllungen der Internetplattform. Interpol habe die sogenannte Red Notice zu Assange wegen der im August in Schweden erhobenen Vergewaltigungs- und Belästigungsvorwürfe nur zwei Tage nach dem Beginn der Aufsehen erregenden Veröffentlichung von US-Diplomatendepeschen erlassen, erklärte der britische Anwalt Mark Stephens am Mittwoch. Assange sei offenbar Ziel einer politischen, nicht einer juristischen Verfolgung.