Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Medikamente sind im vergangenen Jahr nicht so stark gestiegen wie in den Jahren zuvor. 2010 gaben die Kassen 1,1 Prozent mehr für Arzneimittel aus als im Vorjahr, wie der Deutsche Apothekerverband am Montag in Berlin mitteilte. Die Kosten beliefen sich demnach auf 27,9 Milliarden Euro, was eine Steigerung um 300 Millionen Euro gegenüber 2009 ausmacht. Abzüglich der Einsparungen aus den Rabattverträgen dürfte es sogar zu einer Stagnation gekommen sein, erklärte der Apothekerverband. In den Jahren davor hatten die Kostensteigerungen bei Medikamenten noch bei fünf bis sechs Prozent gelegen.