Apple-Aktie bricht trotz Rekordverkaufszahlen ein

24. Januar 2013, 17:03 Uhr

Ein unsicherer Geschäftsausblick hat die lange gefeierte Aktie des US-Technologiekonzerns Apple an der Wall Street abstürzen lassen.

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Ein unsicherer Geschäftsausblick hat die lange gefeierte Aktie des US-Technologiekonzerns Apple an der Wall Street abstürzen lassen. Der Kurs brach nach Handelsbeginn in New York um mehr als zwölf Prozent ein, nachdem Apple eine vergleichsweise geringe Umsatzerwartung für das neue Quartal verkündet hatte. Dabei glänzte das Unternehmen im vierten Quartal 2012 erneut mit Rekordverkaufszahlen.

An der US-Technologiebörse Nasdaq lag die Apple-Aktie zeitweise bei rund 452 Dollar, das war der niedrigste Wert seit fast einem Jahr. Bereits im nachbörslichen Handel am Mittwochabend war der Kurs eingebrochen. Auf dem historischen Höchststand im September hatte der Apple-Kurs noch bei mehr als 702 Dollar notiert.

Dabei vermeldete Apple für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2012 einen Rekordgewinn von 13,1 Milliarden Dollar (gut 9,8 Milliarden Euro). Insgesamt 47,8 Millionen iPhones und 22,9 Millionen iPads verkaufte das Unternehmen - zweistellige Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz lag bei 54,5 Milliarden Dollar.

Die Anleger sorgen sich aber um die Zukunft von Apple. Die Konkurrenz wird immer stärker; insbesondere der südkoreanische Konzern Samsung jagt Apple Marktanteile ab. Der Ausblick auf das erste Quartal 2013 trübte sich ein: Der Konzern rechnet mit einem Umsatz von nur noch 41 bis 43 Millarden Dollar.

Apple sei lange Zeit für seine hohe Gewinnmarge - also die Differenz zwischen Produktpreis und Produktionskosten - bei Investoren beliebt gewesen, sagte der Analyst Rob Enderle. Inzwischen stoße der Konzern hier aber an seine Grenzen. "Apples Gewinn ist gestiegen - aber nicht so stark", ergänzte Enderle. Der Konzern sei mit seinem Ergebnis hinter den Erwartungen der Experten zurückgeblieben, sagte Analyst Peter Misek.

Apple ist nach wie vor das weltweit wertvollste Unternehmen. Allerdings musste der Konzern in jüngster Zeit auch Rückschläge einstecken, zum Beispiel bei den Pannen mit dem eigenen Kartendienst Maps. Beobachter rechnen damit, dass eine mögliche "Überarbeitung" des iPad im März oder ein womöglich neues iPhone im Laufe des Jahres dem Unternehmen neuen Auftrieb geben könnten.

AFP