In einer ungewöhnlichen Aktion werben Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam für den umstrittenen erweiterten Euro-Rettungsfonds EFSF. Am Tag vor der Entscheidung des Bundestag veröffentlichten Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Michael Sommer, am Mittwoch in Berlin eine gemeinsame Erklärung. "Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages tragen eine große Verantwortung, denn sie stimmen auch über die Zukunft Europas ab", hieß es darin. Der Rettungsfonds EFSF sei zwar nicht ausreichend, um die Staatsschuldenkrise zu bewältigen, "aber ohne den erweiterten EFSF entstehen unkalkulierbare Folgen zu Lasten Europas", warnten sie.