Die argentinische Justiz will erstmals Fälle sexuellen Missbrauchs in einem der größten Folterzentren während der Militärdiktatur (1976 bis 1983) separat untersuchen. Sexuelle Übergriffe in der berüchtigten Marine-Technikerschule ESMA in Buenos Aires seien eine "systematische Praxis" der staatlichen Unterdrückung von Oppositionellen gewesen, sagte der Richter Sergio Torres am Montag. Er kündigte eine gesonderte Untersuchung von zunächst mindestens 20 Fällen, darunter Vergewaltigung und andere Fälle sexuellen Missbrauchs, an.