Julian Assange, das Gesicht der Enthüllungsplattform Wikileaks, hat Fragen des US-Talkmasters Larry King zu den gegen ihn in Schweden erhobenen Vergewaltigungs- und Belästigungsvorwürfen als "Sensationsjournalismus" verurteilt. Verglichen mit dem Tod von 109.000 Menschen im Irak sei es nicht richtig, die "falschen Anschuldigungen" gegen ihn zur Sprache zu bringen, sagte Assange am Montagabend (Ortszeit) in einem Interview mit King im US-Sender CNN. Es sei offensichtlich, "dass diese Dinge nicht im Verhältnis stehen". CNN solle sich schämen. "Und Sie, Larry, sollten sich eigentlich auch schämen", sagte Assange weiter. Aus Protest gegen Fragen zu den Vorwürfen hatte Assange bereits am Wochenende ein Interview mit einer CNN-Journalistin in abgebrochen.