Atomkraftgegner haben mit heftiger Kritik auf die vom Energiekonzern RWE geplante längere Laufzeit für das hessische Atomkraftwerk Biblis B reagiert. Der "Strommengen-Deal" zeige, dass auch das bestehende Gesetz nicht dazu tauge, "gefährliche Reaktoren stillzulegen", erklärte der Sprecher der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt", Jochen Stay, am Mittwoch in Hamburg. RWE hatte Strommengen des stillgelegten Kraftwerks Mülheim-Kärlich auf Biblis B übertragen lassen. Die jetzige Übertragung von 8100 Gigawattstunden reiche, um Biblis B ein Jahr länger betreiben zu können, kritisiert Stay.