Der Anstieg der Arzneimittelausgaben hat sich 2010 deutlich abgeschwächt. Die gesetzlichen Kassen gaben im vergangenen Jahr ein Prozent mehr für Medikamente aus als im Vorjahr, wie aus dem am Mittwoch im Berlin vorgestellten Arzneiverordnungs-Report 2011 hervorgeht. 2009 hatte das Ausgabenplus noch 4,8 Prozent betragen. Gleichwohl sehen die Herausgeber des Reports aktuell ein Einsparpotential von 4,7 Milliarden Euro auf dem deutschen Arzneimittelmarkt. Voraussetzung sei, dass konsequent preiswerte Nachahmerprodukte verordnet und auf teure patentgeschützte Präparate sowie Arznei mit umstrittener Wirksamkeit verzichtet werde.