Das Opel-Werk in Antwerpen steht endgültig vor dem Aus. Die Suche nach einem neuen Investor sei erfolglos geblieben, sagte eine Opel-Sprecherin am Montag in Rüsselsheim und bestätigte damit Angaben des belgischen Gewerkschaftsbundes ACV-CSC. "Gemäß des bekannten Restrukturierungsplans wird Opel die Fertigung in Antwerpen bis zum Jahresende fortführen. Danach wird die Produktion auslaufen und das Werk wird geschlossen", fügte die Sprecherin hinzu.
Opel sei aber "nach wie vor gesprächsbereit", fügte die Sprecherin hinzu. Opel-Chef Nick Reilly hatte vergangene Woche gesagt, falls die Gespräche mit den Investoren aus der Autobranche scheiterten, sei auch ein Investor aus einem anderen Bereich möglich. Bereits seit Januar war bekannt, dass Opel das Werk im Rahmen seiner großangelegten Umstrukturierung aufgeben wollte.
Der Gewerkschaftsbund ACV-CSC kritisierte die Ankündigung am Montag als "skandalös". Opel habe nicht ernsthaft genug nach einem neuen Investor gesucht. In dem Werk arbeiten derzeit noch rund 1300 Menschen, zu Jahresbeginn waren es rund 2600.