Der maßgebliche Architekt der Ostverträge in den siebziger Jahren, Egon Bahr (SPD), hat die zentrale Rolle Polens für die Zukunft Europas hervorgehoben. "Für das, wie es in Europa weitergeht, ist Polen unentbehrlich", sagte Bahr aus Anlass des 40. Jahrestags von Willy Brandts Kniefall vor dem Denkmal des Warschauer Ghettos der Nachrichtenagentur AFP. Der deutsche Bundeskanzler Brandt war am 7. Dezember 1970 überraschend vor dem Ghetto-Denkmal auf die Knie gegangen. Die demütige Geste gab der Annäherung von Ost und West im Kalten Krieg einen entscheidenden Impuls.