Bayer Leverkusen geht als erster Bayern-Jäger und mit nur noch neun Punkten Rückstand auf den souveränen Spitzenreiter in die Winterpause.
Bayer Leverkusen geht als erster Bayern-Jäger und mit nur noch neun Punkten Rückstand auf den souveränen Spitzenreiter in die Winterpause. Die Rheinländer bezwangen bei der Rückkehr von Nationaltorwart René Adler in die Bayarena den Hamburger SV souverän mit 3:0 (2:0) und nutzten so den kleinen Patzer der Münchner. Der Herbstmeister hatte am Freitag durch das 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach einen Punkterekord in der Hinrunde verpasst.
Überragender Bayer-Spieler war Stefan Kießling, der zwei Treffer selbst erzielte (26., 66.) und das 2:0 durch André Schürrle (36.) vorbereitete. Adler, der erstmals seit seinem Wechsel von Bayer zum HSV nach Leverkusen zurückkehrte, war an allen Toren schuldlos.
Dagegen verschärfte sich die Krise bei Schalke 04. Die Königsblauen verloren ihr Heimspiel gegen den SC Freiburg 1:3 (1:2) und stürzten nach dem sechsten Liga-Spiel in Folge ohne Sieg auf den siebten Platz ab. Vor dem Pokalspiel gegen den FSV Mainz 05 wackelt der Stuhl von Trainer Huub Stevens bedenklich.
Nach der Schalker Führung durch Jefferson Farfán (20.) drehten Jan Rosenthal (20., 61.) und Jonathan Schmid (31.) das Spiel zugunsten der Freiburger, die an den Schalkern vorbei auf den fünften Platz kletterten. In der Schlussphase sah Freiburgs Rosenthal wegen wiederholten Foulspiels ebenso die Gelb-Rote Karte (81.) wie eine Minute später Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar.
Im Tabellenkeller verpassten die SpVgg Greuther Fürth und der FC Augsburg den Befreiungsschlag. Der Letzte und der Vorletzte trennten sich 1:1 (0:1). Sascha Mölders (9.) erzielte die frühe Augsburger Führung, Lasse Sobiech gelang für die zu Hause weiter sieglosen Fürther immerhin noch der Ausgleich (69.). Danach sah noch Fürths Kapitän Mergim Mavraj (76.) die Gelb-Rote und Augsburgs Giovanni Sio (85.) wegen groben Foulspiels die Rote Karte. FCA-Trainer Markus Weinzierl erlebte wegen Meckerns den Schlusspfiff auf der Tribüne. Beide Teams haben damit vier Zähler Rückstand auf 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer, die am Sonntag den deutschen Meister Borussia Dortmund empfangen, belegen den Relegationsrang 16.
Vorerst Rang drei sicherte sich Eintracht Frankfurt durch ein 2:0 (2:0) beim VfL Wolfsburg. Alexander Meier (12.) mit seinem elften Saisontor und Takashi Inui (17.) sorgten mit ihren Treffern für den Sieg der Hessen. Dortmund kann am Sonntag noch an der Eintracht vorbeiziehen. Derweil sinken die Chancen für Lorenz-Günther Köstner, dauerhaft Wolfsburger Trainer bleiben zu dürfen. Manager Klaus Allofs hatte vor dem Spiel erneut gesagt, dass in Sachen Chefcoach noch keine Entscheidung gefallen sei.
Der VfB Stuttgart verpasste durch das 1:3 (1:1) beim FSV Mainz 05 den möglichen Sprung auf einen Champions-League-Platz. Die ersten Mainzer Treffer erzielte Nicolai Müller (55. und 71.), auch bei der Gästeführung hatte es "gemüllert": FSV-Torwart Heinz Müller untlief ein Eigentor (48.). Elkin Soto machte in der Nachspielzeit alles klar für Mainz.
Im grauen Tabellenmittelfeld überwintert Hannover 96 nach einem 1:2 (0:1) bei Fortuna Düsseldorf. Dani Schahin (39.) brachte die Rheinländern in Führung, Mame Diouf (69.) gelang mit seinem sechsten Saisontor - dem ersten auswärts - der Ausgleich, ehe Ken Ilsö (83.) der Fortuna den dritten Heimsieg in Folge bescherte. Damit verdarb er Mirko Slomka endgültig den Rekordtag. Der 96-Trainer zog mit seinem 101. Bundesligaspiel auf der Bank der Niedersachsen mit Dieter Hecking gleich.