Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat den Einsatz der von Computerexperten enttarnten Spionagesoftware verteidigt. Das Landeskriminalamt habe "ausschließlich rechtlich zulässige, von Ermittlungsrichtern angeordnete Maßnahmen" angewandt, sagte Herrmann der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag. Er räumte ein, dass im Zuge der Ermittlungen sogenannte Screenshots, also Fotoaufnahmen vom Bildschirm, gemacht worden seien. Darüber sei aber "in den letzten Monaten im Landtag wiederholt berichtet worden". Das sei weder etwas Neues noch ein Geheimnis, sagte der Landesminister der Zeitung.