Bundeskriminalamt und Bundespolizei sollen zwar als eigenständige Behörden erhalten bleiben, ihren Nachwuchs künftig aber in einer gemeinsamen Einrichtung ausbilden.
Bundeskriminalamt und Bundespolizei sollen zwar als eigenständige Behörden erhalten bleiben, ihren Nachwuchs künftig aber in einer gemeinsamen Einrichtung ausbilden. Der Bund werde in Zukunft einheitlich für die Polizei des Bundes einstellen und ausbilden, erklärte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Dienstag in Berlin.
Nicht zuletzt wegen des demographischen Wandels liege es nahe, Einstellung und Ausbildung zusammenzulegen. Damit solle bei den Polizisten perspektivisch ein gemeinsames Verständnis dafür geschaffen werden, dass beide Sicherheitsbehörden Teil einer Polizei des Bundes seien.
Nach Angaben Friedrichs sollen die beiden Polizeibehörden zudem ein gemeinsames Zentrum zur Informations- und Kommunikationstechnik (IKT-Zentrum) bekommen. Die Bundespolizei übernimmt künftig den Personenschutz im Ausland, für das Inland verbleibt er beim Bundeskriminalamt.
Friedrichs Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) hatte eine Zusammenlegung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt erwogen, wie es eine Expertenkommission unter Leitung des früheren Berliner Innensenators Eckart Werthebach (CDU) vorgeschlagen hatte. Eine Fusion, gegen die es Widerstand aus den Ländern gab, lehnte Friedrich aber ab.