Durch die klirrende Kälte sind in Polen bereits mehr als 60 Menschen gestorben. Allein in den vergangenen 24 Stunden wurden neun Kältetote im Nordosten gezählt, teilte die polnische Polizei mit. Die meisten Opfer sind demnach Obdachlose. Wegen der extremen Minusgrade lockerten die Aufnahmezentren für Obdachlose ihre Regeln und nehmen inzwischen auch alkoholisierte Menschen auf, die normalerweise keinen Zutritt erhalten.
Am Londoner Flughafen Heathrow kehrte der Verkehr inzwischen zur Normalität zurück. Außer "ein paar" gestrichenen Verbindungen, die in Zusammenhang mit dem Chaos am Sonntag stünden, sei das Flugprogramm wieder normal, sagte eine Sprecherin des größten Flughafens von Europa. Am Sonntag hatten rund die Hälfte aller 1300 Flüge ab Heathrow gestrichen werden müssen, nachdem in der Nacht sechs Zentimeter Schnee gefallen waren. Tausende Passagiere waren davon betroffen.
Aus der Schweiz wird unterdessen ein neuer Kälterekord gemeldet. In der Nacht zu Montag seien in Samedan im östlichen Kanton Graubünden minus 35,1 Grad Celsius gemessen worden, teilte der Schweizer Wetterdienst mit. Samedan ist der Hauptort im Engadin, wo auch die beliebten Skiorte St. Moritz, Pontresina und Sils-Maria liegen. Die tiefste jemals in der Schweiz gemessene Temperatur lag 1987 bei minus 41,8 Grad Celsius im Dorf La Brévine im westlichen Kanton Neuenburg.