Bericht: Deutscher Journalist in Syrien festgenommen

13. Mai 2013, 19:13 Uhr

In der zwischen Regierungstruppen und Rebellen umkämpften nordwestsyrischen Stadt Aleppo haben Sicherheitskräfte einem Zeitungsbericht zufolge einen deutschen Journalisten festgenommen.

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In der zwischen Regierungstruppen und Rebellen umkämpften nordwestsyrischen Stadt Aleppo haben Sicherheitskräfte einem Zeitungsbericht zufolge einen deutschen Journalisten festgenommen. Der "Tagesspiegel" berichtete auf seiner Internetseite, es handle sich um den freien Journalisten Armin Wertz, der in Indonesien lebe und von dort aus auch für die Zeitung aus Berlin schreibe. Anfang Mai sei Wertz für zwei asiatische Zeitungen über das türkisch-syrische Grenzgebiet nach Aleppo gereist.

Am 5. Mai schickte der Journalist dem Bericht zufolge einem Freund und Kollegen in Deutschland eine SMS mit dem Hinweis, dass er sich in Aleppo in Polizeigewahrsam befinde. Er bat demnach darum, einige Vertraute zu informieren, aber nicht an die Öffentlichkeit zu gehen. Am Samstag habe Wertz dann eine zweite SMS geschickt und ausdrücklich um Hilfe gebeten, schrieb der "Tagesspiegel".

Den Angaben zufolge sollte Wertz in die von der syrischen Regierung kontrollierte Stadt Latakia an der Mittelmeerküste verlegt werden. Was dem Journalisten vorgeworfen werde, habe er nicht mitgeteilt, schrieb der "Tagesspiegel". Wertz habe aber kein Pressevisum der Regierung besessen und sei "also illegal im Land" gewesen.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte in Berlin, das Ministerium gehe "Hinweisen nach, dass ein deutscher Staatsangehöriger in Aleppo inhaftiert wurde". "Das Auswärtige Amt ist mit Hochdruck um eine belastbare Klärung des Sachverhalts bemüht und steht mit der syrischen Botschaft in Verbindung", fügte sie hinzu.

AFP