Berliner Familienvater tötet Ehefrau und beide Söhne

22. August 2012, 12:28 Uhr

Bei einem Familiendrama in Berlin hat ein 69-Jähriger seine Frau, seine beiden Söhne und sich selbst getötet.

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Bei einem Familiendrama in Berlin hat ein 69-Jähriger seine Frau, seine beiden Söhne und sich selbst getötet. Die einjährige Tochter der Familie überlebte hingegen, weil der Mann sie zuvor in der Babyklappe eines Krankenhauses abgelegt hatte, wie die Polizei mitteilte. Hintergrund des Verbrechens sind vermutlich Schulden.

Die genauen zeitlichen Abläufe des Tat in einem Mehrfamilienhaus im Bezirk Spandau sind noch unklar. Den Ermittlern zufolge gab der Mann seine Tochter bereits am Wochenende in der Klinik ab, die Leichen der 28-jährigen Ehefrau, der zwei Söhne im Alter von drei und sechs Jahren und des Familienvaters wurden am Dienstagabend von Feuerwehrleuten entdeckt. Diese hatten sich Zugang zu der Wohnung der Familie verschafft, nachdem sie von den Nachbarn alarmiert worden waren. Ihnen war aufgefallen, dass bereits seit Tagen ein Fenster offen stand und das Auto der Familie nicht bewegt worden war.

Die Toten hätten offenbar bereits "ein paar Tage" in der Wohnung gelegen, sagte ein Polizeisprecher. Einzelheiten soll nun die Obduktion klären. Dabei soll auch die Todesursache ermittelt werden. Das grundsätzliche Tatgeschehen sei aber schon rekonstruiert, sagte der Sprecher: "Nach jetzigem Ermittlungstand ist es ein Tötungsdelikt mit anschließendem Suizid." Täter sei der 69-jährige Ehemann und Vater. Er habe auch einen Abschiedsbrief hinterlassen.

In den vergangenen Wochen hatten gleich mehrere Familiendramen in Deutschland für Aufsehen gesorgt. Erst am Montag soll ein 35-Jähriger nach Überzeugung der Polizei in Neuss in Nordrhein-Westfalen seine Frau und seine beiden vier und acht Jahre alten Kinder erschossen haben. Der Mann befindet sich noch auf der Flucht.

AFP