Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat scharfe Kritik an der Haftverschonung für den 18-jährigen U-Bahn-Schläger geübt und damit für Empörung bei der Berliner Richterschaft gesorgt. "Derartige Entscheidungen können dazu beitragen, das Recht von den Menschen zu entfremden", sagte Körting dem Berliner "Tagesspiegel" vom Freitag zur Freilassung des Gewalttäters bis Prozessbeginn. Es sei nach der Strafprozessordnung wegen der Schwere der Tat durchaus möglich, eine Haftunterbringung anzuordnen, auch wenn keine Flucht- oder Verdunklungsgefahr vorliege, sagte der SPD-Politiker.