Im Prozess um den tödlichen Schuss auf einen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan ist ein früherer Soldat zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Gera sprach den 21-Jährigen nach Angaben einer Gerichtssprecherin am Mittwoch der fahrlässigen Tötung sowie des Ungehorsams in einem besonders schweren Fall schuldig. Der Angeklagte soll im Dezember 2010 in einem Außenposten im Norden Afghanistans bei Spielereien mit seiner Waffe den gleichaltrigen Kameraden erschossen haben. Der 21-Jährige machte im Prozess technische Probleme seiner Waffe für das Unglück verantwortlich. Dies wurde allerdings von einem Waffensachverständigen als nicht plausibel zurückgewiesen.