Angesichts der gähnenden Leere in den kommunalen Kassen bemüht ein Bürgermeister in Katalonien alte Tugenden: Die rund 22.000 Einwohner der von ihm regierten Kleinstadt Esparreguera im Nordosten Spaniens sollten ab sofort vor ihren Häusern selbst kehren, teilte der katalinische Nationalist Joan-Paül Udina ihnen mit offiziellen Briefkopf mit. "Um die Gewohnheiten, die schon unsere Großeltern pflegten, zurückzuerlangen, bitten wir darum, regelmäßig die Bürgersteige und Straßen vor den Häusern zu kehren", heißt es in dem Schreiben. Zudem sollten die Einwohner nahe gelegene öffentliche Grünanlagen und Bäume "mit eigenem Wasser" gießen.