In Indien sorgt ein Jahrhunderte altes Ritual für Streit, bei dem sich Menschen niederer Kasten in Essensresten der obersten Kaste wälzen. Wie die Zeitung "The Hindu" am Donnerstag berichtete, kritisieren Menschenrechtsaktivisten den Brauch als "unmenschlich und unwissenschaftlich" und fordern seine Abschaffung. Das jährliche Ritual trage dazu bei, "abergläubische Überzeugungen" zu erhalten, sagte der Aktivist K.S. Shivaramu dem Blatt. Er gab an, vor einem Tempelgebäude geschlagen worden zu sein, als er Polizisten zum Einschreiten aufforderte. Die Regierung des südindischen Bundestaates Karnataka hatte bereits versucht, den diskriminierenden Brauch zu verbieten, scheiterte jedoch am Widerstand örtlicher Stammesvertreter.