15. Juli 2012, 13:53 Uhr

BKA soll zum Jahresende offenbar neuen Chef bekommen

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will einem Bericht zufolge den Leiter des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, austauschen und damit Konsequenzen aus Pannen bei der Aufklärung des rechtsextremen "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) ziehen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will einem Bericht zufolge den Leiter des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, austauschen und damit Konsequenzen aus Pannen bei der Aufklärung des rechtsextremen "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) ziehen. Ziercke solle zum Jahresende in den Ruhestand gehen und durch den Chef des Leitungsstabes im Bundesverteidigungsministerium, Helmut Teichmann, ersetzt werden, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Teichmann ist Vertrauter von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und hatte zuvor im Bundesinnenministerium die Polizeiabteilung unter sich. Ziercke, obwohl schon im Pensionsalter, wollte seine Amtszeit laut "Bild" eigentlich zum zweiten Mal um ein halbes Jahr verlängern.

Für die Nachfolge des zurückgetretenen Verfassungsschutz-Chefs Heinz Fromm zeichnet sich nach Informationen der Zeitung ebenfalls eine Entscheidung ab. Demnach soll Hans-Georg Maaßen, Ministerialdirigent im Bundesinnenministerium, das Kölner Bundesamt übernehmen. Maaßen leite derzeit die Abteilung Terrorismus-Bekämpfung.

AFP