Der frühere britische Premierminister Tony Blair hat sich für die Direktwahl eines obersten Repräsentanten der Europäischen Union ausgesprochen. Ohne eine "starke, gemeinsame Führung" drohe die Gemeinschaft ansonsten hinter aufstrebende Staaten wie China, Indien oder Brasilien zurückzufallen, sagte der ehemalige Vorsitzende der Labour-Partei der britischen Tageszeitung "The Times" vom Donnerstag. Die junge Generation sehe die Europäische Union nicht länger "aus der Nachkriegsperspektive" als Einrichtung zur Friedenssicherung. Sie müsse vielmehr "ihr gemeinschaftliches Gewicht zur Erweiterung ihres Einflussbereichs" nutzen", sagte Blair.