Das jüdische Versorgungs-Schiff "Irene" wurde von der israelischen Marine gestoppt. Israel hatte dieses Vorgehen angekündigt, sollte das Segelschiff versuchen, die Blockade rund um den Gazastreifen zu durchbrechen.
Die israelische Marine hat das jüdische Schiff mit Hilfsgütern für den Gazastreifen nach Angaben der Organisatoren gestoppt. Das Segelschiff sei auf hoher See aufgebracht worden, sagte einer der Organisatoren der Aktion am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Gaza. Israel hatte angekündigt, es werde das Schiff in jedem Fall stoppen, sollte es versuchen, die Blockade um den Gazastreifen zu durchbrechen.
Die "Irene" hatte sich kurz zuvor auf etwa rund 40 Kilometer der Küste des Palästinensergebiets genähert, wie Besatzungsmitglied Jonatan Schapira AFP sagte. Das unter britischer Flagge fahrende Schiff hat unter anderem Schulsachen, Musikinstrumente und Fischernetze an Bord. Zu der Crew gehören sieben jüdische Aktivisten, unter anderem aus Deutschland, Israel und den USA. Die Fahrt organisierten vor allem die deutsche Organisation Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost und die britische Gruppe Jews for Justice for Palestinians (JFJFP).
Die israelische Marine des Landes hatte Ende Mai eine Hilfsflotte für den Gazastreifen gestürmt. Dabei wurden neun türkische Aktivisten getötet. Der blutige Einsatz stieß international auf Empörung.