Brüderle wirft Opposition Vernichtung des Wohlstands vor

10. März 2013, 11:38 Uhr

Mit scharfen Angriffen gegen die Opposition hat FDP-Fraktionschef seine Partei auf den Bundestagswahlkampf eingestimmt.

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Mit scharfen Angriffen gegen die Opposition hat FDP-Fraktionschef seine Partei auf den Bundestagswahlkampf eingestimmt. SPD und Grüne hätten in den vergangenen Jahren nichts dazugelernt, "sie holen sie wieder raus, die Wohlstandsvernichtungswaffen", sagte Brüderle am Sonntag in seiner Rede auf dem FDP-Parteitag in Berlin mit Blick auf Pläne zur Einführung einer Vermögenssteuer oder Vermögensabgabe. Die FDP will den 67-Jährigen offiziell zur ihrem Spitzenkandidaten für den Bundestagswahlkampf erklären.

Dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück sprach Brüderle in seiner Rede die Fähigkeit ab, das Amt auszufüllen. "Die SPD hat keinen Kanzlerkandidaten aufgestellt, sondern eine Fettnapfsuchmaschine", sagte er mit Blick auf Debatten um Steinbrücks Redehonorare und dessen abfälligen Bemerkungen über die Wahlen in Italien. Die von Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin unterstützte Vermögensabgabe kritisierte Brüderle als "Mao-Zuschlag des Möchtegern-Finanzministers".

Brüderle verwies auf die Erfolge seiner Partei in mehr als drei Jahren schwarz-gelber Koalition: Deutschland erlebe derzeit ein Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Exportwunder. "Mit dieser Bilanz können wir aufrecht und selbstbewusst bei den Deutschen um einen neuen Wahlauftrag werben." Die FDP habe auch der Union, die in den Jahren der großen Koalition "ein wenig viel sozialdemokratischen Speck angesetzt" habe, ein marktwirtschaftliches und bürgerrechtliches "Fitnessprogramm" verordnet. "Jetzt wirkt der Kurs, den wir gemeinsam fahren", sagte Brüderle.

AFP