Angesichts der Umwälzungen in der Arabischen Welt will die EU-Kommission den Handel mit vier Ländern der Region verstärken. Die Kommission werde bis Ende Oktober Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit Ägypten, Tunesien, Jordanien und Marokko vorschlagen, kündigte Handelskommissar Karel De Gucht am Montag in Brüssel an. Dabei dürften allerdings keine zu hohen Erwartungen geweckt werden, warnte der Belgier. Er verwies unter anderem darauf, dass nicht alle politischen Institutionen in der Region bereit sein könnten für die oft sehr technischen Handelsgespräche. Aus EU-Kreisen war zuvor verlautet, dass manche EU-Länder die Öffnung ihrer Märkte für wichtige Exportgüter der Region wie Oliven als heikel ansehen könnten.