Das Bundesumweltministerium hat sich vom Ausstieg Kanadas aus dem Kyoto-Protokoll nicht überrascht gezeigt. Der Ausstieg des Landes sei "schon lange angekündigt" gewesen, erklärte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag in Berlin. "Deshalb hat die EU ja vor der Konferenz von Durban immer erklärt, dass das Kyoto-Protokoll ohne Kanada, Russland und Japan nur noch rund 15 Prozent der Emissionen umfasst", erklärte die Sprecherin mit Blick auf die UN-Klimakonferenz in der vergangenen Woche in Südafrika. Zugleich wies sie darauf hin, dass es "umso bedeutsamer" sei, dass es in Durban gelungen sei, "das Fundament und die Dynamik für den Abschluss eines globalen, rechtlich bindenden Abkommens zu legen".



