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18. Februar 2011, 15:03 Uhr

Afghanistan-Feldpost womöglich in Darmstadt geöffnet

Feldpostbriefe von Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan sind in Deutschland unerlaubt geöffnet worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte.

Die Feldpost-Briefe von Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan sind möglicherweise in der Feldpostleitstelle der Bundeswehr in Darmstadt geöffnet worden. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt gehe im Zuge eines Ermittlungsverfahrens einem entsprechenden Anfangsverdacht nach, bestätigte ein Sprecher der Behörde am Freitag einen Bericht von HR-Info. Geprüft werde nun unter anderem, ob die Briefe von Menschenhand oder womöglich bei der maschinellen Bearbeitung der Post geöffnet wurden.

Im Januar war bekannt geworden, dass Post von Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan offenbar systematisch geöffnet worden war. Nach einem Bericht des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus (FDP) kamen die Briefe der Soldaten in der Heimat teilweise mit Inhalt, aber geöffnet, und teilweise auch ohne Inhalt an.

Laut HR-Info wird die gesamte Post der Bundeswehrsoldaten im Ausland über die Feldpostleitstelle der Bundeswehr in der Major-Plagge-Kaserne in Darmstadt abgewickelt. Dort arbeiten demnach Reservisten, die im Zivilleben bei der Post beschäftigt sind, unter dem Kommando von Bundeswehroffizieren. Die ankommenden Briefe der Soldaten werden dem Bericht zufolge in Darmstadt vorsortiert und dann von den Reservisten ans Briefverteilzentrum der deutschen Post in Darmstadt gegeben. So solle der Kreis der Beteiligten an der Postzustellung klein gehalten werden. Die Post leite die Briefe dann mit der normalen Post an die Empfänger weiter.

AFP/DPA
 
 
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