Angesichts der bevorstehenden Tarifverhandlungen sieht der Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU, Karl-Josef Laumann, Spielraum für Lohnerhöhungen.
Angesichts der bevorstehenden Tarifverhandlungen sieht der Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU, Karl-Josef Laumann, Spielraum für Lohnerhöhungen. "Viele Beschäftigte haben heute weniger Kaufkraft als vor einem Jahr. Und es gibt Verteilungsspielräume für Lohnerhöhungen", sagte Laumann. Dies gelte auch für den öffentlichen Dienst.
Laumann sagte dem Berlin "Tagesspiegel am Sonntag", die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes dürften nicht abgekoppelt werden von der Einkommensentwicklung in der Privatwirtschaft. Zwar belasteten die Erhöhungen die öffentlichen Haushalte, "aber wir müssen den öffentlichen Dienst auch mit anständigen Einkommen attraktiv halten", sagte der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels. In der kommenden Woche wollen die IG Metall und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Tarifforderungen präsentieren.
Verdi-Chef Frank Bsirske forderte in der "Rheinischen Post" für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst nachhaltige Lohnerhöhungen von mindestens 6,1 bis 7 Prozent. "Es ist kein Ausnahmefall, dass Beschäftigte im Staatsdienst trotz ihrer Vollzeitstelle nebenher arbeiten müssen." Das sei inakzeptabel. Zudem kritisierte der Verdi-Chef die steigende Zahl befristeter Arbeitsverträge im öffentlichen Dienst. Bei den Hochschulen liege deren Anteil bei über 70 Prozent. "Ein echter Anreiz wäre, wenn der öffentliche Dienst vollständig auf sachgrundlos befristete Arbeitsverhältnisse verzichten würde", sagte Bsirske.