Mehrere Unionspolitiker haben CDU und CSU vor dem Koalitionsgipfel am Sonntag davor gewarnt, dem Drängen vor allem der FDP auf Steuersenkungen zuzustimmen. "So wünschenswert Steuersenkungen für jeden einzelnen Mitbürger wären, so sind sie für den Bundeshaushalt mit dem von der Bundesregierung vorgeschlagenen Volumen von sechs bis sieben Milliarden Euro jährlich zur Zeit nicht der richtige Weg", sagte der CSU-Wirtschaftsexperte Ernst Hinsken der "Passauer Neuen Presse" vom Samstag. Schuldenabbau und Konsolidierung des Bundeshaushalts müssten Vorrang haben. Hinsken verlangte vor neuen Steuersenkungen zunächst "alle Anstrengungen zu unternehmen, damit der Bundeshaushalt ohne Neuverschuldung auskommt".