CDU-Vize dringt auf Korrekturen bei Einwanderungspolitik

13. Mai 2013, 16:18 Uhr

CDU-Vize Armin Laschet hat im Vorfeld des Demografiegipfels der Regierung Korrekturen an der Einwanderungspolitik verlangt.

0 Bewertungen

CDU-Vize Armin Laschet hat im Vorfeld des Demografiegipfels der Regierung Korrekturen an der Einwanderungspolitik verlangt. "Wir brauchen mehr Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften", sagte der frühere NRW-Integrationsminister. Dabei gehe es ihm vor allem um Menschen aus Nicht-EU-Staaten. Deutschland dürfe nicht mehr signalisieren, dass es eigentlich keine Zuwanderer wolle.

Laschet sagte der "Süddeutschen Zeitung", er könne sich vorstellen, dass die Forderung nach mehr Zuwanderung qualifizierter Arbeitnehmer auch ins Wahlprogramm der Union für die Bundestagswahl einfließe. Er glaube nicht, "dass dies in der Partei strittig" sei, fügte der Landesvorsitzender der NRW-CDU hinzu.

Am zweiten Demografiegipfel der Bundesregierung werden am Dienstag unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) teilnehmen. Laschet sagte der "SZ", es sei zwar "gut und richtig", dass es den Demografiegipfel gebe. Aber jetzt müsse man "endlich von der Symbolik solcher Gipfel hin zu konkreten Ergebnissen kommen". Dazu gehöre zum Beispiel ein fest institutionalisierter Dialog, etwa eine Konferenz aller für Demografie zuständigen Minister von Bund und Ländern. Außerdem solle der Gipfel nicht nur soziale und rentenpolitische Fragen erörtern, "sondern sich auch mit der volkswirtschaftlichen Dimension, etwa beim Fachkräftemangel beschäftigen".

AFP