Die Chemiebranche im Nordosten Deutschlands will mit einem sogenannten Demografie-Tarifvertrag mit attraktiven Bedingungen für Arbeitnehmer dem drohenden Personalmangel vorbauen. "Wir haben 70 Prozent der Mitarbeiter im Alter von 44 bis 59 Jahren", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Nordostchemie, Paul Kriegelsteiner, der "Financial Times Deutschland" vom Freitag. "Das raucht bald ziemlich, und da müssen wir vorsorgen." Der neue Vertrag soll es laut der Zeitung jungen Mitarbeitern ermöglichen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen oder Angehörige zu pflegen. Ältere können demnach die Arbeitszeit ab dem Alter von 60 Jahren kräftig reduzieren - bei vollem Lohn. Der Tarifvertrag gilt für 130 Unternehmen mit 30.000 Beschäftigten vor allem im Osten Deutschlands