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News am 30.05.2012
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13. Februar 2012, 21:53 Uhr

Chinas künftiger starker Mann zu Besuch in den USA

Der chinesische Vizepräsident Xi Jinping, der als der künftige starke Mann in der Volksrepublik gilt, ist zu einem mehrtägigen Besuch in den USA eingetroffen.

Der chinesische Vizepräsident Xi Jinping, der als der künftige starke Mann in der Volksrepublik gilt, ist zu einem mehrtägigen Besuch in den USA eingetroffen. Xi landete auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews in der Nähe der Hauptstadt Washington, wie ein US-Regierungsvertreter mitteilte. Am Dienstag soll Xi mit US-Präsident Barack Obama und dessen Stellvertreter Joe Biden zusammenkommen. Außerdem stehen Gespräche im Verteidigungsministerium auf dem Programm.

Weitere Stationen der bis Freitag dauernden Reise sind der Bundesstaat Iowa, wo sich Xi in den 1980er Jahren im Rahmen eines Austauschprogrammes aufgehalten hatte, sowie die Westküstenmetropole Los Angeles. In einem schriftlichen Interview mit der "Washington Post" warnte Xi vor eine Konfrontation zwischen den USA und China im Pazifikraum. Im Pazifischen Ozean gebe es "ausreichend Platz" für beide Nationen, sagte er.

Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas bereitet derzeit den bis 2013 anstehenden Führungswechsel vor. Im kommenden Jahr endet die zweite fünfjährige Amtszeit von Präsident Hu Jintao als Parteichef. Allgemein wird erwartet, dass der Parteikongress im Herbst Xi zum Nachfolger an der Spitze der KP küren wird. Im März 2013 dürfte er Hu dann auch an der Staatsspitze ablösen.

Zwischen der alten Supermacht USA und dem aufstrebenden China gibt es einige Reibungspunkte. Während Washington die chinesische Aufrüstung vor allem bei der Marine skeptisch beäugt, lehnt Peking die geplante Ausweitung der US-Militärpräsenz im asiatisch-pazifischen Raum ab. Die Volksrepublik warnte dabei Washington vor einer Einmischung in Streitigkeiten mit Vietnam, den Philippinen und Taiwan über Hoheitsgebiete im rohstoffreichen Südchinesischen Meer.

Zudem streiten die USA und China über den Kurs des Yuan. Die USA machen die niedrige Bewertung der chinesischen Währung für ihr hohes Außenhandelsdefizit mitverantwortlich. Chinas Wirtschaft profitiert von einem niedrigen Kurs, weil chinesische Waren im Ausland dadurch günstig sind.

AFP