Der grüne Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit hat die neue Beratertätigkeit des früheren britischen Premierministers Tony Blair für die Regierung in Kasachstan kritisiert. Für seine Lobby-Arbeit werde Blair mehr als neun Millionen Euro pro Jahr erhalten, sagte der deutsche Grüne am Dienstag im Europaparlament in Straßburg. Solche Aktivitäten seien ein "Problem der politischen Elite", fügte er hinzu. "Wir fragen uns, warum die Menschen den Politikern skeptisch gegenüberstehen - hier haben wir ein neues Beispiel". Cohn-Bendit erinnerte zugleich an Blairs gleichzeitige Tätigkeit als Sonderbeauftragter des Nahost-Quartetts. "Er steckt viel Geld ein und ist nur selten vor Ort."