5. April 2013, 15:58 Uhr

Dax-Konzerne 2013 mit Rekord-Dividenden

Der derzeit weit verbreiteten Krisenstimmung zum Trotz schütten die Dax-Konzerne in diesem Jahr so viel Dividendenzahlungen aus wie nie zuvor.

Der derzeit weit verbreiteten Krisenstimmung zum Trotz schütten die Dax-Konzerne in diesem Jahr so viel Dividendenzahlungen aus wie nie zuvor. Die 30 im deutschen Börsen-Leitindex gelisteten Unternehmen zahlen ihren Aktionären insgesamt 27,6 Milliarden Euro und damit knapp ein Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2008, wie die Unternehmensberatung Ernst & Young in Stuttgart mitteilte. Im Vergleich zu 2012 stiegen die Dividenden-Ausschüttungen ihrer Analyse zufolge um zwei Prozent.

"Die nochmalige Steigerung der Ausschüttungssumme zeigt, dass die gute Entwicklung der Dax-Konzerne keineswegs ein Strohfeuer ist - die Mehrheit der Unternehmen erweist sich trotz der schwierigen Konjunkturlage als stabil und zukunftsfähig", erklärte Ernst & Young-Partner Thomas Harms. Gesamtumsatz und operative Ergebnisse der Dax-Konzerne hätten 2012 auf Rekordniveau gelegen.

18 Dax-Unternehmen schütten in diesem Jahr eine höhere Dividende aus als 2012, sieben Konzerne zahlen weniger, nur drei verzichten ganz auf Zahlungen. Das waren die Fluglinie Deutsche Lufthansa, die Commerzbank und der kriselnde Stahlkonzern ThyssenKrupp. Am meisten schüttet der Analyse zufolge der Telekommunikationskonzern Deutsche Telekom aus, der seinen Aktionären insgesamt 3,01 Milliarden Euro überweist. Es folgen das Technologie-Unternehmen Siemens mit etwa 2,53 Milliarden sowie der Chemieriese BASF mit rund 2,39 Milliarden Euro.

Die Dividendenzahlungen am deutlichsten steigern im Vergleich zum Vorjahr der Reifenhersteller Continental (plus 50 Prozent), der Sportartikel- und Modekonzern Adidas (plus 35 Prozent) und der Baustoffanbieter HeidelbergCement (plus 34 Prozent). Über die höchste Dividendenzahlung je Aktie können sich Anteilseigner der Versicherer Munich Re (7 Euro) und Allianz (4,50 Euro) und des Autobauers VW freuen (Vorzugsaktie: 3,56 Euro, Stammaktie: 3,50 Euro).

AFP