Ramsauer verspricht Aufklärung

19. Januar 2013, 09:58 Uhr

Peter Ramsauer will dem Chaos am Berliner Flughafen ein Ende setzen: Der Verkehrsminister fordert deshalb eine lückenlose Aufklärung, bei der es keine Vertuschung geben dürfe.

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will wissen, wie genau es zu den Verzögerungen bei den Bauarbeiten des neuen Berliner Flughafen kommen konnte. Deshalb setzt er auf eine lückenlose Aufklärung.©

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat eine lückenlose Aufklärung des Debakels um den Bau des Berliner Großflughafens BER zugesagt. Es müsse "sauber aufgearbeitet" werden, wer "für welche Schlamperei haften muss", sagte Ramsauer dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Hier darf es keine Vertuschung geben." Falls Haftungsansprüche festgestellt würden, werde niemand geschont. Auf die Frage, ob dies auch für die Politiker und Staatssekretäre in den Aufsichtsräten gelte, antwortete Ramsauer: "Aufsichtsratsmitglieder haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten."

Der CSU-Politiker zeigte sich überzeugt, dass sich der Flughafen trotz der Bauverzögerungen langfristig gut entwickeln wird. "Es ist doch nicht nur Murks gebaut worden da draußen. In zehn Jahren, wenn dieser Flughafen mal eine Zeit gut gelaufen ist, wird das ein absolut positives Projekt." Der Hauptstadtflughafen BER werde "eine Visitenkarte für unser Land" sein.

Ramsauer sprach sich dafür aus, die Verzögerung dazu zu nutzen, den Flughafen schneller zu erweitern als bisher geplant. Bereits jetzt und nicht erst wie bisher geplant bei laufendem Verkehr sollte die alte Nordbahn von Berlin-Schönefeld saniert werden, sagte der Minister. Dies spare Geld. Zudem könne der Flughafen dann beim nächsten Eröffnungstermin gleich von Anfang an mit größerer Flugkapazität und zwei hochmodernen Rollbahnen durchstarten. Auf einen neuen Eröffnungstermin wollte sich Ramsauer erneut nicht festlegen.

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