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News am 31.05.2012
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2. Februar 2012, 16:33 Uhr

Deutsche Bank verdoppelt Gewinn 2011 nahezu

Die Deutsche Bank hat im letzten Geschäftsjahr unter der Führung von Konzernchef Josef Ackermann ihren Gewinn nahezu verdoppelt.

Die Deutsche Bank hat im letzten Geschäftsjahr unter der Führung von Konzernchef Josef Ackermann ihren Gewinn nahezu verdoppelt. Deutschlands größtes Geldhaus fuhr 2011 nach eigenen Angaben unter dem Strich 4,3 Milliarden Euro ein. Zum Jahresende hin liefen die Geschäfte den Angaben zufolge aber deutlich schlechter.

2011 war für die Deutsche Bank "insgesamt ein gutes Jahr, auch wenn wir unser ursprüngliches Gewinnziel nicht erreichen konnten", wie Ackermann bei der letzten Bilanzpressekonferenz unter seiner Führung sagte. Im Vorjahr hatte der Gewinn nach Steuern noch 2,3 Milliarden Euro betragen. Auch habe die Deutsche Bank 2011 "nachhaltig Vorsorge getroffen. Kapital, Liquidität und Refinanzierungsquellen wurden deutlich gestärkt", erklärte Ackermann.

Der gebürtige Schweizer scheidet im Mai nach rund zehn Jahren aus dem Amt. Die Deutsche Bank soll künftig von einer Doppelspitze geleitet werden. Bestehen soll diese aus dem derzeitigen Chef des Investmentbankings, dem aus Indien stammenden Anshu Jain, und dem Vorstandsmitglied Jürgen Fitschen. Wie die beiden Nachfolger Ackermanns die Verantwortung unter sich aufteilen, ist allerdings noch nicht bekannt.

2011 habe die europäische Staatsschuldenkrise das Geschäft der Deutschen Bank erheblich beeinträchtigt, sagte Ackermann. Auch sei das Verhalten und Vertrauen von Kunden und Anlegern durch Faktoren wie steigende Rohstoffpreise, die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima, die Umwälzungen in der arabischen Welt oder die politische Debatte um Schuldengrenzen für Staaten belastet gewesen. Dennoch zeige das Geschäftsergebnis von Deutschlands größtem Bankhaus, dass es "auch unter schwierigen Bedingungen ansehnliche Ergebnisse erzielen kann", sagte der Bankchef.

Insbesondere das schlechte Geschäft im vierten Quartal erklärte Ackermann mit "der weiterhin unsicheren Marktlage sowie einer fehlenden Risikobereitschaft der Investoren". Nach Steuern verdiente der Finanzkonzern von Oktober bis Ende Dezember den Angaben zufolge gerade noch 186 Millionen Euro, vor Steuern fuhr die Bank sogar einen Verlust ein. Der Nettogewinn lag fast 70 Prozent unter dem Wert des letzten Quartals 2010 und mehr als drei Viertel unter dem Gewinn des dritten Quartals 2011.

Angesichts der Turbulenzen in der Finanzwelt habe das für die Deutsche Bank besonders ertragsstarke Investmentbanking zuletzt "die Erwartungen nicht erfüllen können", sagte Ackermann. Insgesamt seien im klassischen Bankgeschäft 2011 jedoch Rekordergebnisse erzielt worden. Die Bank könne sich im Wettbewerbsumfeld "sehr gut sehen lassen".

Auch 2012 werde für die Bank ein "sehr herausforderndes Jahr", sagte Ackermann angesichts der Unsicherheiten an den Märkten. Jedoch sei die Bank gut aufgestellt. Die Kapitalbasis stimme. Persönliche Worten richtete Ackermann bei seiner letzten Bilanzpressekonferenz nicht an das Publikum.

AFP