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13. Februar 2012, 13:28 Uhr

Vergleich beendet Rechtsstreit mit Kirch-Erben

Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Leo Kirch damit, gegen die Deutsche Bank zu klagen. Jetzt, etwa ein halbes Jahr nach seinem Tod, hat sich die Bank mit Kirchs Erben geeinigt. Es geht um hunderte Millionen Euro.

Deutsche, Bank, Kirch-Erben, Vergleich

Im Mai 2011 trafen sich der mittlerweile verstorbene Leo Kirch und der ehemalige Vorstand der Deutschen Bank, Rolf Breuer, noch vor Gericht© Michael Dalder/Reuters

Die Erben des Medienunternehmers Leo Kirch und die Deutsche Bank haben sich im jahrelangen Streit um die Pleite des Kirch-Konzerns Medienberichten zufolge auf einen Vergleich geeinigt. Das Geldinstitut wolle mehrere hundert Millionen Euro an die Kirch-Erben zahlen, berichten das "Manager Magazin" und die #link;http://www.bild.de/geld/wirtschaft/leo-kirch/einigung-auf-vergleich-deutsche-bank-zahlt-kirch-erben-rund-800-millionen-euro-22614282.bild.html"Bild"-Zeitung# unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die Summe orientiert sich laut "Manager Magazin" an einem Vorschlag des zuständigen Münchener Gerichts, das einen Vergleich in Höhe von 775 Millionen Euro angeregt hatte.

Dem Bericht zufolge muss der Vorstand der Deutschen Bank dem Vergleich noch zustimmen. Dies solle spätestens am Dienstag geschehen. Ein Sprecher der Bank wollte sich auf Anfrage der Presseagentur AFP nicht zu den Berichten äußern. Dem Oberlandesgericht München liegen nach eigenen Angaben "noch keine Erkenntnisse" zu einer Einigung vor.

In dem Schadenersatz-Verfahren geht es um ein umstrittenes Fernsehinterview, in dem der damalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer 2002 die Kreditwürdigkeit von Kirchs Konzern angezweifelt hatte. Kurze Zeit später ging Kirchs Imperium pleite - es war eine der größten Insolvenzen in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Der im vergangenen Jahr verstorbene Medienmogul sah in dem Interview Breuers den Grund für die Insolvenz. Kirch und seine Erben hatten von der Deutschen Bank insgesamt Schadenersatz in Milliardenhöhe verlangt.

ono/AFP