Die Deutsche Börse AG hat ihren Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2011 mehr als verdoppelt.
Die Deutsche Börse AG hat ihren Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2011 mehr als verdoppelt. Der Überschuss sei von 417,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 848,8 Millionen gestiegen, teilte das Unternehmen in Frankfurt am Main mit. Die Deutsche Börse verzeichnete nach eigenen Angaben die beste Umsatzentwicklung seit dem Rekordjahr 2008.
Der Umsatz stieg demnach um sechs Prozent auf 2,233 Milliarden Euro. Trotz der kürzlich gescheiterten Fusion mit dem Börsenbetreiber NYSE Euronext erklärte der Vorstandsvorsitzende Reto Francioni, der Ausblick für 2012 sei "positiv".
Der Vorstand der Deutschen Börse schlug eine Dividende von 2,30 Euro je Aktie plus eine Sonderdividende in Höhe von 1,00 Euro im Mai vor. Darüber soll bei der Hauptversammlung am 16. Mai abgestimmt werden. Für den Fall eines Glückens des Zusammengehens mit NYSE Euronext waren 2,00 Euro Sonderdividende in Aussicht gestellt worden.
Am Freitag hatte NYSE Euronext sein Jahresergebnis vorgelegt. Das US-Unternehmen steigerte demnach 2011 seinen Gewinn um 4,3 Prozent auf 602 Millionen Dollar (457 Millionen Euro) und seinen Umsatz um 2,9 Prozent auf 4,552 Milliarden Dollar. Die Europäische Kommission hatte Anfang Februar den Zusammenschluss von NYSE Euronext mit der Deutschen Börse aufgrund kartellrechtlicher Bedenken gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Konzern von der New Yorker Wall Street schon immense Summen in das Fusionsvorhaben gesteckt.