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News am 31.05.2012
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8. Februar 2012, 13:58 Uhr

Deutsche Exporte übersteigen erstmals die Billionenmarke

Die Geschäfte der deutschen Wirtschaft mit anderen Ländern sind im vergangenen Jahr so gut gelaufen wie nie zuvor.

Die Geschäfte der deutschen Wirtschaft mit anderen Ländern sind im vergangenen Jahr so gut gelaufen wie nie zuvor. Deutschlands Exporte überschritten 2011 erstmals die Marke von einer Billion Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Auch die Einfuhren aus anderen Ländern erreichten vergangenes Jahr demnach ein Rekordniveau.

Deutschlands Unternehmen führten 2011 Waren im Gesamtwert von 1,060 Billionen Euro aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren demnach 11,4 Prozent mehr als noch 2010.

Die Dynamik ließ dabei im Laufe des Jahres aber deutlich nach: Während der Außenhandel in den ersten Monaten des Jahres noch jeweils zweistellig im Vergleich zum Vorjahresmonat wuchs, legten die Exporte in den letzten drei Monaten 2011 nur noch zwischen 3,7 und 8,2 Prozent zu. Im Dezember gingen die Ausfuhren im Vergleich zum November sogar um 4,3 Prozent zurück.

Der Wert der Einfuhren im vergangenen Jahr belief sich laut Statistik auf 902 Milliarden Euro und überschritt damit die bisherige Höchstmarke aus dem Jahr 2008. Damals waren Waren im Wert von 805,8 Milliarden Euro eingeführt worden. Der Zuwachs der Importe im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 betrug nach Angaben der Statistiker 13,2 Prozent.

Unter dem Strich stand damit weiterhin ein hoher Überschuss in der Außenhandelsbilanz: 2011 betrug er 158,1 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Überschuss noch bei 154,9 Milliarden Euro gelegen.

Ein Großteil der Ausfuhren ging auch im vergangenen Jahr wieder in die Mitgliedstaaten der EU: Dorthin wurden Waren im Wert von 627,3 Milliarden Euro exportiert. Dies waren laut Statistik 9,9 Prozent mehr als 2010. Demgegenüber führte Deutschland Waren für 572,6 Milliarden Euro aus anderen EU-Staaten. Dies entsprach einem Plus von 13,8 Prozent gegenüber 2010.

Der Export in Drittländer außerhalb der EU legte gegenüber 2010 um 13,6 Prozent zu auf 432,8 Milliarden Euro, wie die Statistiker mitteilten. Die Importe aus Drittländern stiegen um 12,0 Prozent auf 329,4 Milliarden Euro.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) erklärte, aktuell sei die Lage bei den Exporten zwar "schwieriger". "Die deutsche Wirtschaft ist aber nach wie vor hoch wettbewerbsfähig", erklärte der Minister.

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) erklärte, der Außenhandel sei auch dieses Jahr trotz Rezessionsängsten "auf Kurs zu einem neuen Allzeithoch". Die derzeitige Schwächephase könne "die exzellenten Ergebnisse für das Gesamtjahr" nicht trüben.

AFP