"Döner-Morde" ist das Unwort des Jahres 2011. Der anfangs für die Morde der rechten Terrorgruppe benutzte Ausdruck stehe "prototypisch dafür, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde", erklärte die Jury am Dienstag in Darmstadt. Die Bezeichnung "Döner-Morde" habe über Jahre hinweg die Wahrnehmung vieler Menschen und gesellschaftlicher Institutionen "in verhängnisvoller Weise beeinflusst". Zu weiteren Unwörtern des Jahres wählte die Jury zudem die Begriffe "Gutmensch" und "marktkonforme Demokratie".