Dreamliner muss in Japan notlanden

16. Januar 2013, 07:53 Uhr

Die Pannenserie beim Prestigeflieger Dreamliner reißt nicht ab: Nach der "Fehlermeldung einer Batterie" habe eine Maschine des US-Flugzeugherstellers Boeing im Westen Japans notlanden müssen, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA).

Die Pannenserie beim Prestigeflieger Dreamliner reißt nicht ab: Nach der "Fehlermeldung einer Batterie" habe eine Maschine des US-Flugzeugherstellers Boeing im Westen Japans notlanden müssen, sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA). Laut Medienberichten hatte sich Rauch an Bord des Flugzeugs entwickelt, bei dem Vorfall wurde keiner der 129 Passagiere und acht Crewmitglieder verletzt.

Der Dreamliner war auf dem Weg von Ube im Westen in die Hauptstadt Tokio. Derzeit werde noch geprüft, was genau geschehen sei, sagte die ANA-Sprecherin weiter. Die Maschine musste am Flughafen von Takamatsu auf der Insel Shikoku notlanden. Laut der Nachrichtenagentur Jiji Press entwickelte sich der Rauch im Cockpit. Im Fernsehen war zu sehen, dass Notrutschen für die Passagiere ausgefahren waren.

Boeing bestätigte den Vorfall in Takamatsu. Das Unternehmen erklärte, es werde mit seinen Kunden und den zuständigen Flugaufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um den Vorgang aufzuklären. Laut dem Fernsehsender NHK ordnete ANA an, dass bis auf weiteres alle 17 Dreamliner der Fluggesellschaft am Boden bleiben sollten.

In jüngster Zeit hatte es mehrere Technikpannen bei dem Prestigeobjekt des US-Flugzeugherstellers Boeing gegeben. Wegen der Vorfälle haben die US-Luftfahrtbehörde FAA und die japanische Zivilschutzbehörde Untersuchungen eingeleitet. Unter anderem waren Treibstofflecks an zwei Maschinen vom Typ Boeing 787 entdeckt worden.

Schon vor dieser Pannenserie hatte der Dreamliner mehrfach für technische Probleme gesorgt. Im Juli 2012 schickte ANA fünf ihrer neuen Boeing 787 Dreamliner wegen eines Korrosionsproblems an den Getrieben zur Reparatur. Im Februar meldete Boeing, bei rund 55 Dreamlinern könne es Probleme mit dem Rumpf geben.

All Nippon Airways und Japan Airlines gehören zu den wichtigsten Kunden von Boeing, ANA hat bislang insgesamt 66 Dreamliner bestellt.

Der Dreamliner ist das Prestigeobjekt von Boeing und der Konkurrent des A380 des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Die Boeing 787 mit Platz für 330 Passagiere ist überwiegend aus Leichtmaterial gebaut und verbraucht nach Angaben des Herstellers 20 Prozent weniger Treibstoff als vergleichbare Maschinen.

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