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22. Dezember 2010, 15:36 Uhr

Bundesregierung kritisiert Haftstrafe für iranischen Filmemacher

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), hat die Verurteilung des iranischen Filmemachers Dschafar Panahi scharf kritisiert.

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), hat die Verurteilung des iranischen Filmemachers Dschafar Panahi scharf kritisiert. Die Verurteilung zu sechs Jahren Haft und einem 20-jährigen Berufs- und Reiseverbot sei "empörend", erklärte Löning am Mittwoch in Berlin. Panahi werde damit "gleichzeitig die Existenzgrundlage entzogen und die Wahrung seiner bürgerlichen und politischen Rechte verwehrt". Das sei "schlicht inakzeptabel". Löning forderte die Regierung in Teheran auf, dass Urteil gegen den oppositionellen Regisseur aufzuheben.

Panahi war am Montag wegen einer Versammlung und "Propaganda gegen das System" verurteilt worden. Der Filmemacher, der offen die Oppositionsbewegung gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad unterstützt, war am 1. März gemeinsam mit 16 Mitstreitern in seinem Haus in Teheran verhaftet worden, darunter auch seine Frau und seine Tochter. Die meisten wurden kurze Zeit später wieder freigelassen.

Die Festnahme des Filmemachers hatte international Proteste hervorgerufen, dem sich auch Star-Regisseure wie Steven Spielberg, Martin Scorsese und Oliver Stone anschlossen. Panahi zählt zu den im Ausland bekanntesten Regisseuren aus dem Iran.

AFP
 
 
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